Lebendige Geschichte - Zeitzeugengespräch in Klasse 11

Am Montag, dem 5. September 2016 erlebten die Schülerinnen und Schüler der 11. Klassen einen Geschichtsunterricht der ganz besonderen Art.

Die Aufarbeitung der DDR-Geschichte und die Begleitung des gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Transformationsprozesses bleibt auch mehr als ein Vierteljahrhundert nach dem Mauerfall und der Deutschen Einheit sehr wichtig – nicht zuletzt deshalb, weil die Erinnerungen, die wir heute teilen, eng mit der eigenen Identität verknüpft sind und unsere Vorstellungen über die Zukunft prägen. Die Deutsche Gesellschaft e. V. möchte mit dem Projekt „Erinnerung ist Zukunft“ Jugendliche und Erwachsene zur Reflektion über die Frage anregen, welche Bedeutung die DDR, ihr Ende und ihre bis heute anhaltenden Folgen für sie und die Personen in ihrem unmittelbaren Umfeld haben. Deshalb organisiert die Gesellschaft Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, um vor allem jungen Menschen Geschichte auf einer emotionalen Ebene näherzubringen.

Die Referentin der Deutschen Gesellschaft e.V., Dr. Madeleine Petschke, führte mit dem Beitrag „Friedliche Revolution und deutsche Einheit“ in die Thematik ein. Sie moderierte auch das anschließende Zeitzeugengespräch mit der ehemaligen DDR-Bürgerin Christine Friedrich, die 1989 wenige Tage vor dem Mauerfall über Ungarn und Österreich in die Bundesrepublik Deutschland floh und heute in Sinsheim als Stadthistorikerin und Museumspädagogin im Stadt- und Freiheitsmuseum und im Geschichtsverein der Stadt tätig ist.

Frau Friedrich erzählte lebendig und ausdrucksvoll von ihrer Zeit in der ehemaligen DDR, ihren Erlebnissen mit dem Staatsapparat, von ihrer Flucht und auch von dem guten Aufgenommen werden in der Bundesrepublik und von den dabei helfenden Händen. Die Schülerinnen und Schüler hörten gespannt zu, stellten rege Fragen und waren beeindruckt von der Vortragsweise der Zeitzeugin.
Weitere biographische Angaben zur Zeitzeugin unter: www.zeitzeugenbuero.de/index.php?id=detail&zzp=17.